Wie geht’s weiter beim TBW?

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Wie geht’s weiter beim TBW?

Beitragvon harryhirsch » Sa 6. Mär 2010, 09:58

Bericht aus der Westdeutschen Zeitung

Handball: Wie geht’s weiter beim TBW?
von André Helpensteller
Das Spiel am Samstag gegen den Tabellenletzten Kapellen rückt angesichts angeblicher finanzieller Probleme des TB Wülfrath ein wenig in den Hintergrund.



Für den TB Wülfrath (hier Thomas Sorgnit) geht es bereits am Samstagabend um den Klassenerhalt und um die Zukunft des Vereins für die kommende Saison. (Foto: Simone Bahrmann)

Wülfrath. Rein sportlich betrachtet gibt es aus Wülfrather Sicht kaum Neues. Das Heimspiel gegen den TV Kapellen steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfes. Aber vor allem will sich der Oberligist für die peinliche 28:35-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren.

„Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht, jetzt müssen wir auch selbst da rauskommen“, sagt TBW-Trainer Jurek Tomasik und wird nicht müde, an Kampfgeist und Einstellung zu appellieren. „Unsere Abwehr muss stehen, dann werden wir die Punkte holen“, und er weiß genau, wie wichtig der Sieg gegen den Tabellennachbarn ist.

* Tabellen- situation
* Hinspiel

Der TBW rangiert auf Rang 11 und hat ein Drei-Punkte-Polster auf die Abstiegszone. Schlusslicht Kapellen konnte nur in zwei Saisonspielen punkten und schon fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.
Kapellen siegte am 6.Spieltag 35:28 gegen Wülfrath.
Bei Phillip Hinkelmann gibt es Anzeichen für einen Wechsel

Viel interessanter ist momentan, was um die Mannschaft herum passiert. Nach den Abgängen von David Horscht und Moritz Blau verdichten sich die Anzeichen, dass weitere Spieler den Verein verlassen werden. Trotz drohender Auflösungserscheinungen sieht Abteilungsleiter Jörg Märtens scheinbar gelassen in die Zukunft:

„Mit zwei Abgängen bricht ja noch kein Kader weg. Und wenn weitere Spieler gehen, dann holen wir halt neue.“ Obwohl der junge Phillip Hinkelmann vom Verein als fester Spieler für die neue Saison vermeldet wurde, gibt es Anzeichen für einen möglichen Wechsel. Interessante Angebote hat der talentierte Rückraumspieler, doch auch hier ist der Verein gelassen: „Er hat zugesagt, aber es ist nichts unterschrieben.“

Den Ernst der Lage hat die sportliche Führung scheinbar ausgeblendet. Sollten, und so sieht es momentan aus, vier bis fünf weitere Spieler den Verein verlassen, will der Verein die Lücke „mit talentierten, jungen Spielern aus der Umgebung und der eigenen Jugend auffüllen“, wie Jörg Märtens die Planungen beschreibt.

Dabei haben die Verantwortlichen den festen Glauben, „auch nächste Saison eine gute Rolle in der Oberliga zu spielen“. Ein möglicher Neuanfang mit jungen Spielern in der Verbandsliga wird kategorisch abgeschmettert: „Was hätten wir davon?“, so die Abteilungsleitung.
In Internet-Foren wird über ein angebliches dickes Minus diskutiert

Dass ein finanzielles Minus existiert – wie in einschlägigen Handball-Internet-Foren spekuliert wird – bestreitet Märtens: „Wir haben die gleichen Probleme, wie sie wohl alle haben. Ein Minus im Etat gibt es nicht. Wenn etwas fehlt, wird es ausgeglichen.“ Dabei soll die Handball-Abteilung das vergangene Jahr mit einem dicken Minus abgeschlossen haben – angeblich soll es sich um eine niedrige fünfstellige Summe handeln.

Das würde auch erklären, warum eine die Planung für die kommenden Spielzeit offenbar noch nicht in Tritt gekommen ist. Trotz der „sicher enttäuschenden Auftritte unserer Mannschaft in dieser Saison“, wie Märtens anmerkt, scheint der sportliche Verbleib in der Liga momentan das kleinste Problem bei Wülfraths Handballern zu sein.
harryhirsch
 
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